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Mobilfunksignale und Schlaf-EEG

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Schlaf-EEG-Veränderungen: Wirkungen gepulster Magnetfelder gegenüber pulsmodulierten hochfrequenten elektromagnetischen Feldern.

Interpretation der Studie in der WIKNewsletter 85/2012: „Veränderungen an Gehirnströmen des Schlaf-EEGs von Probanden, die vor dem Einschlafen Mobilfunk-Signalen (900 MHz, SAR = 2 W/kg räumlicher Mittelwert im Kopf) ausgesetzt waren, haben die Forschergruppe um Peter Achermann von der Universität Zürich und andere Arbeitsgruppen in mehreren Versuchsreihen bereits nachgewiesen (vergl. WIK EMF Spectrum 2/2010).

In einer aktuellen Doppelblindstudie an 25 gesunden jungen Männern wurde in Achermanns Labor untersucht, welche Anteile der niederfrequenten Pulsmodulation des Hochfrequenzsignals (die 2 Hz-Frequenzkomponente oder die höherfrequenten Oberwellen >20 Hz) für das Auftreten des Effekts entscheidend sind. Außerdem untersuchte man anhand eines magnetischen 2 Hz-Wechselfeldes (magnetische Flussdichte: 0,7 Millitesla [mT] Spitzenwert, 0,176 mT räuml./ zeitl. Durchschnittswert; deutscher Strahlenschutz-Grenzwert: 0,1 mT), ob die Hochfrequenzfelder durch elektrisch nicht-lineare Strukturen im Gehirn, wie z.B. Zellmembranen der Nervenzellen, demoduliert werden können (d.h. die niederfrequenten Signalkomponenten „herausgefiltert“ werden können) und sich der beobachtete Effekt durch Niederfrequenz -Wirkung erklären ließe.

Die Probanden wurden über einen Zeitraum von insgesamt drei Wochen einmal wöchentlich für jeweils 30 Minuten im Schlaflabor unter drei verschiedenen Bedingungen exponiert: 2 Hz-pulsmoduliertes HF-Feld, 2 Hz-gepulstes Magnetfeld und Scheinexposition. Zusätzlich wurden während der Exposition mentale Leistungstests durchgeführt.

Die Tests ergaben, dass sowohl das pulsmodulierte Hochfrequenz- als auch das 2 Hz-Magnetfeld den erwarteten Einfluss auf die Hirntätigkeit hatten (erhöhte Anzahl sogenannter „Schlafspindeln“ im EEG). Außer dem wurde die Aktivität weiterer Gehirnwellen in verschiedenen Schlafphasen beeinflusst. Einflüsse auf den Schlafverlauf und die mentale Leistung nach bzw. während der Exposition konnten nicht festgestellt werden. Nach Einschätzung der Autoren zeigen die Ergebnisse, dass Modulationsfrequenzen über 20 Hz für das Auftreten der Effekte nicht entscheidend sind. „Da die Reaktionen nicht für alle Expositionen identisch waren, unterstützt die Studie nicht die Hypothese, dass die Wirkungen der Hochfrequenz -Exposition nur auf der Demodulation des Signals basieren“, so die Forscher weiter.“

Studie im emf-portal unter: http://www.emf-portal.de/viewer.php?l=g&aid=20939

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